Sonntag, 25. Mai 2014

MySQL Collations - nicht nur für Sortierreihenfolge!

Eine Collation (Kollation) ist in (My)SQL eine interne Sortierfolge, also eine Sortierreihenfolge (durch Textvergleich oder Binärwertvergleich) die für eine konkrete "alphabetische Sortierung" sorgt.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit!
=> Da gibt es noch etwas ganz Wichtiges zu beachten, nämlich wie bzw. ob bestimmte Datensätze im Zusammenhang mit einem PRIMARY KEY oder UNIQUE KEY und der standardmäßigen Kollation 'latin1_swedish_ci' überhaupt gespeichert werden!

Angenommen eine Tabelle 'tbl' hat den Zeichensatz 'latin1' (Standard) und eben die Sortierfolge 'latin1_swedish_ci' (Standard; 'ci' = case-insensitive (Groß-/Kleinschreibung wird nicht beachtet)), als Primärschlüssel (eindeutig) wird ein Textfeld VARCHAR(10) verwendet.

Möchte man nun zuerst den Wert "DE" und danach "de" speichern, dann werden nicht beide Datensätze eingetragen, sondern nur einer davon! Die interne Sortierfolge hält beide Werte quasi für gleich.

Das kann natürlich auch sinnvoll sein (kumulierte Werte), kann aber eben genauso zu unerwarteten Ergebnissen führen (fehlende oder offenbar falsche Werte).

Abhilfe schafft hier z.B. die Collation 'latin1_general_ci' oder gleich 'latin1_general_cs' ('cs' = case sensitive), hier werden im obigen Beispiel beide Werte in eine Tabelle eingetragen bzw. gefunden. Eine weitere Collation wäre 'latin1_bin', diese behandelt Datenfelder nach ihren binären Werten (schneller), was aber eine unnatürliche Sortierreihenfolge zur Folge hat ('A', dann 'B' bis 'Z', und dann erst 'a', 'b', usw.). Damit deutsche Umlaute korrekt sortiert werden, wäre wiederum die Sortierfolge 'latin1_german2_ci' nötig (kein '_cs').

Beim zu bevorzugenden UTF-8-Zeichensatz (Unicode) gibt es keine (sprachabhängige) Erweiterung '_cs', nur '_ci' und '_bin'; bei diesem Multi-Byte-fähigen Zeichensatz werden im obigen Beispiel auch mit dem Suffix '_ci' beide Werte gespeichert!

Am allgemeinsten sind 'utf8_general_ci' (Standard für UTF-8; schneller) und 'utf8_unicode_ci' (etwas genauer (ß)) bzw. 'utf8mb4_unicode_ci' (erweiterter Zeichensatz); für deutsche Umlaute (Ä/ä) wäre aber wiederum 'utf8_german2_ci' sinnvoll.

Für einen Zeichensatz kann man die Sortierreihenfolge mit COLLATE aber auch in einem SELECT, also bei einer Abfrage (Query) individuell (sprachabhängig) bestimmen.

Links:


Samstag, 24. Mai 2014

Apache Webserver unter CentOS Linux - Grundlagen für Anfänger

Wer unter Linux (hier CentOS) einen Webserver aufsetzen bzw. in Betrieb nehmen möchte, der kann sich an den folgenden grundlegenden Schritten orientieren - vor allem Anfänger.

Zum Einsatz kommen soll erst einmal der gängige und allseits bekannte Webserver "Apache 2". Als Betriebssystem dient Linux, genauer gesagt CentOS (RPM-basiert). Hierbei ist zu beachten, dass die Verzeichnispfade von anderen Linux-Distributionen wie Debian abweichen können!

Apache installieren


yum install httpd

Apache einrichten/starten


chkconfig --levels 235 httpd on (httpd beim Systemstart mit starten)
/etc/init.d/httpd start (httpd gleich starten)

Und schon erscheint bei Aufruf der eigenen Adresse (sonst lokale IP) die Apache-Standardseite:


Das Verzeichnis für die Website an sich (HTML) ist bei CentOS /var/www/html, die Konfigurationsdatei ist unter /etc/httpd/conf/httpd.conf zu finden (und weitere befinden sich in /etc/httpd/conf.d/).

PHP installieren


Sollte man nun aber dynamische Webseiten mittels "PHP" erstellen und veröffentlichen wollen, dann benötigt man eben noch PHP: yum install php

Sollte man dann noch eine Datenbank verwenden wollen, dann kann man eben zu MySQL greifen.

Das Installieren weiterer PHP-Module:

yum search php (Suche)

yum install php-mysql (MySQL-Modul)
yum phpmyadmin ("phpMyAdmin" (grafische Verwaltungsoberfläche))
yum install php-mbstring (etwa für UTF-8-Kodierung (Multi-Byte-Strings))
yum install php-xcache (XCache, ein Zwischenspeicher (Performance); eher für Fortgeschrittene)

Apache-Dienst neu starten


Wichtiger Hinweis:
Sollte das Platzieren von Dateien [z.B. index.php und/oder index.htm(l)] keinen Effekt zeigen, also scheinbar nicht funktionieren und die Apache-Standardseite evtl. weiterhin erscheinen, oder aber eine erste Datenbankabfrage zeigt keine Ergebnisse, dann sollte man den Webserver erst einmal kurz neu starten!

Der letzte Schritt (auch nach Änderungen an der Konfiguration) muss also immer sein:
/etc/init.d/httpd restart

Eine gute Anleitung dafür (von A bis Z) gibt es übrigens auch bei HowtoForge.


Freitag, 23. Mai 2014

Keine Rechnung von Amazon für Kindle-E-Book?

Erhalten Sie keine Rechnung von Amazon für Ihr Kindle-E-Book?
Möchten Sie das E-Buch steuerlich absetzen bzw. handelt es sich sogar um eine geschäftliche Fachliteratur für die Sie eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) benötigen?

Im Amazon-Forum liest man hier nichts gutes; es würden keine Rechnungen ausgestellt, da Kindle-Bücher nur an Privatpersonen verkauft werden. Das stimmt so aber nicht, und auch Privatpersonen können Fachliteratur von der Steuer absetzen und benötigen dafür eine Rechnung. Trotzdem muss man bei Amazon anfragen, autom. geht hier (aktuell) nichts.

=> Lösung (inkl. ausgewiesener MwSt.)


Kindle Lese-App von Amazon stürzt beim Einloggen/Anmelden ab oder hängt sich bei der Anmeldung auf?

Von Amazon gibt es mittlerweile kostenlose Kindle Lese-Apps für PC/Mac, Tablet und Smartphone; damit kann man dann Kindle-E-Books beziehen und lesen.

Dazu muss man sich in der App bei Amazon einloggen, erst danach kann man gekaufte Inhalte wie etwa Fachliteratur herunterladen bzw. synchronisieren.

Die Kindle Lese-App stürzt bei Ihnen nun beim Versuch sich einzuloggen/anzumelden aber immer ab oder hängt sich bei der Anmeldung auf? Befinden Sie sich in einem Firmennetz?

=> Das Problem kann hier nämlich ein verwendeter Proxy sein, damit kommt die Kindle Lese-App aktuell wohl nicht immer ganz klar. Also zur Anmeldung den Proxy umgehen und ohne ins Netz, dann geht es.


Die (individuellen) Dateien *.azw und *.mbp sind übrigens DRM-geschützt und können nur auf dem gleichen Gerät und vom gleichen Benutzer genutzt werden (Kopierschutz). So kann man leider auch mit Calibre keine Konvertierung vornehmen (z.B. PDF). Es ist aber durchaus möglich mehrere Kindles und Kindle Lese-Apps zu nutzen, solange man das Buch selbst erworben hat.



Was ist eine "Märchensteuer"?

Schon mal über den Begriff "Märchensteuer" gestolpert?
Was für eine gesetzliche Steuerart das wohl sein soll?

Eine "Märchensteuer" gibt es nicht, der Begriff ist lediglich ein scherzhafter Ausdruck (Wortspiel) für die "Mehrwertsteuer", also die gesetzliche Umsatzsteuer. (Ein Märchen ist diese natürlich nicht, auch wenn mittlerweile märchenhaft hoch.)

Und man muss schon gar nicht für Märchen Steuern zahlen oder dergleichen; Schriftsteller können also getrost aufatmen. ;)


Große E-Mail-Anhänge lassen sich in iOS 'Mail' (iPhone/iPad) nicht öffnen/laden?

Große E-Mail-Anhänge (etwa ab 10 MB) lassen sich auf dem iPhone oder iPad nicht öffnen bzw. laden? Nach einer Fehlermeldung scheint der Anhang zu laden, aber es tut sich nichts?

Dann beweist Apples iOS (7) mal wieder seine scheinbar achso intuitive Benutzerführung und Benutzerfreundlichkeit. ;)

=> Ganz unten in der Mail ist dann nämlich ein unscheinbarer Hinweis zu sehen (ala „Die E-Mail wurde nur im Textformat geladen.“, oder so ähnlich); dieser ist anzutippen.

Danach klappt es auch mit sehr großen Anhängen, ... also das Laden, Öffnen bzw. Speichern.


Rücksendekosten trägt nun generell der Käufer - Dank sei der EU!

Mal was richtig Gutes von der EU: Rücksendekosten trägt dank einer EU-Angleichung ab dem 13. Juni 2014 auch in Deutschland nun generell der Käufer!

Bisher war es in Deutschland so, dass der Rückversand einer online oder aus dem Katalog gekauften bzw. erst einmal nur "bestellten" Ware ohne Angabe von Gründen erfolgen konnte; die Kosten musste rechtlich zudem der Verkäufer tragen, sofern der Warenwert bei 40 € oder darüber lag. Darunter entschied die Kulanz des Verkäufers, der meist erst gar nicht mit unliebsamen Kunden zu streiten beginnen mochte.

Das waren natürlich paradiesische Verhältnisse für Onlinekäufer, einfach kaufen und zurückschicken; also das typische "Zalando"-Modell (die Firma schreibt bis heute keine schwarzen Zahlen). Zahlen musste man i.d.R. nichts, außer vllt. den Verpackungs- und Versandkosten der ursprünglichen Bestellung an sich.

Man bestellte sich 10 Paar Schuhe und schickte davon 9 oder gar alle wieder zurück, weil sie einem nicht gefielen oder weil man sie sich nicht leisten konnte, oder warum auch immer. Am Besten ging beim Anprobieren sogar auch noch etwas kaputt.

Der Verkäufer war vom Gesetz her gezwungen die Kosten für den Rückversand zu übernehmen (sofern Warenwert über 40 €). Die Ware die zurück kam war weder neu noch originalverpackt, und wenn kein Grund angegeben wurde, dann war es auch möglich, dass z.B. irgendetwas kaputt war, nur was? Im schlimmsten Fall war der Wert gemindert oder die Ware sogar nicht weiter verwendbar, also u.U. sogar schlicht unverkäuflich (gerade bei Spezialanfertigungen, etwa auf DaWanda & Co.).

Im Extremfall blieb man als Verkäufer also auf den gesamten Kosten sitzen, plus Rücksendekosten die ganz klar vom Käufer verursacht wurden. Und man wusste nicht mal was denn nun mit der Ware nicht stimmte.

Das wird sich nun gerechterweise ändern. Der Käufer muss, wie es sich gehört, einen Grund angeben, damit man dann auch weiß warum (zurücknehmen muss man den Artikel als Verkäufer aber weiterhin (Gesetz bzw. Recht des Käufers), denn bei einer Onlinebestellung kann die Ware ja letztlich auch mal anders "ausfallen" als gedacht, und im Laden vor Ort hätte man sich dann z.B. erst gar nie dafür entschieden).

Und wenn der Käufer meint den Artikel doch nicht mehr haben zu wollen, dann soll er bitte auch die Kosten für die Rücksendung der Ware an den Eigentümer tragen (wie beim Kauf ja auch der Fall) - der Kunde ist dann ja auch immerhin der Kostenverursacher. Und wieso soll der Verkäufer dafür bezahlen dass doch der Käufer (s)ein offensichtliches Risiko (unbesehen) eingeht?

Reklamationen sind hiervon natürlich ausgenommen (Nachbesserung), denn da behält der Kunde ja die Ware bzw. muss eine intakte bekommen!


Samstag, 17. Mai 2014

MySQL-Datenbank - Übersicht für Anfänger

Hier eine kleine Übersicht/Sammlung der grundlegenden Schritte, um eine MySQL-Datenbank auf Linux-Ebene (CentOS) zu installieren, einzurichten, eine Datenbank mit Tabellen zu erstellen und damit zu arbeiten - ideal für Anfänger.

MySQL installieren


yum install mysql
yum install mysql-server

Wichtiger Hinweis:
Unter CentOS 6.5 (RHEL 6.5) kommt z.B. noch die Version 5.1 von MySQL zum Einsatz. Wer eine neuere Version verwenden möchte, der kann diese auch über ein MySQL-Repository beziehen!

MySQL einrichten/starten


chkconfig --levels 235 mysqld on (mysqld beim Serverstart mit starten)
/etc/init.d/mysqld start (mysqld gleich starten)

MySQL sicher machen (Passwort)

MySQL ist der Einfachheit halber zuerst einmal ziemlich offen was die Berechtigungen angeht, ohne ein Passwort, mit Vollzugriff auf die Datenbanken und mit einem anonymen Benutzer. Das wäre natürlich fatal für die Sicherheit im produktiven Einsatz!

Ganz besonders wichtig ist daher das Ausführen des folgenden Befehls:

mysql_secure_installation
  1. Altes Passwort eingeben (leer)
  2. Neues Kennwort eingeben!
  3. Anonyme Benutzer entfernen!
  4. Login von Extern untersagen!
  5. Testdatenbank (Zugriff) entfernen
  6. Rechtetabellen neu laden
Hierbei geht es aber erst einmal nur um den 'root'-Zugang; zum weiteren Abhärten (Steigerung der Sicherheit) sollte man dann auch noch Benutzer anlegen, die ggf. nur eingeschränkte Rechte auf bestimmte Tabellen besitzen, siehe MySQL-Benutzerkontenverwaltung.

MySQL-Datenbank und Tabelle erstellen


mysqladmin -u root -p create DATENBANK (Datenbank erstellen)
 (Passwort ist standardmäßig leer)

mysql -p
mysql>use DATENBANK;

mysql>CREATE TABLE Tabelle (id INT NOT NULL AUTO_INCREMENT, Text VARCHAR(10) NOT NULL, PRIMARY KEY (id)); (Tabelle erstellen, siehe auch Datentypen und deren Speicherbedarf)

mysql>ALTER TABLE Tabelle MODIFY Text VARCHAR(255); (nachträgliche Änderung vornehmen)
mysql>ALTER TABLE Tabelle ADD eMail VARCHAR(50); (nachträgliche Erweiterung)

mysql>CREATE INDEX Textindex on Tabelle (Text); (Index erstellen)

mysql>LOAD INDEX INTO CACHE Tabelle; (Tabellenindex gleich in den Speicher laden (MyISAM))

mysql>ALTER TABLE Tabelle DROP INDEX Textindex; (Index löschen; auch für Spalten mgl.)

mysql>TRUNCATE TABLE Tabelle; (Tabelle leeren (FLUSH ist für Cache))

mysql>DROP TABLE Tabelle; bzw. DROP DATABASE DATENBANK; (löscht Tabelle/Datenbank)
mysql>exit

Dateien auf Dateisystemebene finden


Die erzeugten Datenbankdateien kann man sich dann auf Dateisystemebene gleich schon mal anzeigen lassen:

cat /etc/mysql/my.cnf oder cat /etc/my.cnf ("datadir="); my.ini unter Windows (C:\Programme)
ls -la /var/lib/mysql/DATENBANK

MyISAM-Struktur:

./db.opt (Datenbankeigenschaften)
./Tabelle.frm (Spalten (Tabellendefinition))
./Tabelle.MYD (Daten)
./Tabelle.MYI (Indizes)

InnoDB-Struktur:

./db.opt (Datenbankeigenschaften)
./Tabelle.frm (Spalten (Tabellendefinition))
./Tabelle.ibd (Daten und Indizes)

Hierfür ist die Option innodb_file_per_table in der Konfigurationsdatei "my.cnf" zu beachten; ohne jene werden Tabellen in einem gemeinsamen "Tablespace" gespeichert, ohne diesen aber auch einzelne IBD-Dateien nicht zugänglich wären (umständlicher als bei MyISAM). Es gibt natürlich Vor- und ggf. Nachteile, aber der File-per-Table-Modus ist ab MySQL 5.6.6 der Standard.

MySQL-Datenbank nutzen/verwenden


mysql -p
mysql>use DATENBANK;
mysql>INSERT INTO Tabelle (Text) values ("Hallo!"); (Daten einfügen; Vorsicht mit DELAYED)

mysql>SELECT * FROM Tabelle; (Inhalt der Tabelle ausgeben)

mysql>UPDATE Tabelle SET Text = "Ciao!" WHERE id = 1; (Inhalt ändern)

mysql>REPLACE INTO Tabelle (Text) values ("Hallo!"); (Ersetzung; klappt aber nur, wenn "Text" ein Schlüsselfeld ist (PRIMARY oder UNIQUE KEY), ansonsten wird ein INSERT vorgenommen)

mysql>DELETE FROM Tabelle WHERE id=1; (Datensatz löschen)

mysql>INSERT INTO Tabelle (id, Text) VALUES (1, "Hallo!") ON DUPLICATE KEY UPDATE Text="Ciao!"; ("Upsert"; entweder INSERT oder UPDATE; macht nur Sinn wenn "Text" PRIMARY oder UNIQUE KEY wäre, statt hier mit der fortlaufenden ID (autoinkrementeller Wert) als Primärschlüssel)

mysql>CREATE VIEW Sicht AS SELECT Text FROM Tabelle WHERE id<10; (virtuelle Tabelle erstellen, hier mit den ersten 10 Einträgen)

mysql>SELECT * FROM Tabelle WHERE Text="Ciao!"; (bestimmten Inhalt der Tabelle ausgeben)
mysql>exit

Mit SELECT kann man dann übrigens ganz viele tolle Sachen machen, etwa mittels JOINs.


Des Weiteren gibt es übrigens noch LOAD DATA INFILEHANDLER und DO, aber das hier rein nur zur Vollständigkeit. Für Fortgeschrittene gibt es auch sog. "Subqueries" (auch "Subselects" genannt), also Unterabfragen innerhalb einer Abfrage.

Siehe auch



Wichtig: Wenn Sie Eingaben von Benutzern verarbeiten, etwa über PHP (Formulareingaben oder über Parameter in der URL), dann verwenden Sie unbedingt Platzhalter (Prepared Statements), Escapes/Typumwandlungen oder Data Objects um eine SQL-Injection (Verarbeitung von Code) zu verhindern!

Tipp: Eingegebene Befehle kann man auf Konsolenebene (Terminal) mit der [Pfeil-nach-oben]-Taste erneut aufrufen, gespeichert werden diese im Benutzerprofilverzeichnis als .bash_history und für MySQL in der .mysql_history (als einfacher Text); die kann man sich dann auch sichern!


Donnerstag, 15. Mai 2014

Priorisierung unter Linux - nice, renice, cpulimit, ionice, trickle und Quota

Unter Linux kann man Prozesse wunderbar priorisieren oder limitieren, der wohl geläufigste Befehl ist nice bzw. renice, mit dem man die Priorität von Prozessen verändern kann.

Doch da gibt es noch mehr: cpulimit (CPU), ionice (Festplatte), trickle (Netzwerk/Bandbreite) oder auch die Möglichkeit von Disk Quota (Kontingent).

Mit "Runter vom Gas – Prozesse unter Linux drosseln" (extern) gibt es zusammengefasst einen beschreibenden Blogeintrag zu diesen Werkzeugen.


Mittwoch, 14. Mai 2014

Veeam Backup & Replication 7.0 - temporäre Dateien werden nicht gelöscht?

Sollte man Veeam Backup & Replication 7.0 im Einsatz haben und feststellen, dass die Festplatte/Partition voll läuft, dann kann die Ursache sein, dass Veeam temporäre Dateien nicht löscht.

Die Daten liegen im Benutzer-Verzeichnis "C:\Users\backupveeam\AppData\Local\Temp".


=> Für diesen Bug (Fehler) gibt es aber unlängst ein Patch [.715] bzw. Patch 3 [.839]!

Die temporären Daten, die vor dem Einspielen des Updates erzeugt wurden, muss man aber händisch löschen!


Datenträgerbereinigung fehlt bei Windows Server 2008?

Die Möglichkeit der Datenträgerbereinigung fehlt bei Windows Server 2008 (auch R2 SP1)?

Der Grund ist das Fehlen eines dafür benötigten Features, der "Desktopdarstellung".
Auch die EXE-Datei "cleanmgr" fehlt dann, was natürlich ärgerlich ist.

Wer nicht Software wie den CCleaner (Freeware) einsetzen möchte, der muss das Feature "Desktopdarstellung" hinzufügen.



Windows-Ordner WinSxS - für was, und warum so groß?

Wem schon mal das Windows-Verzeichnis WinSxS wegen seiner Größe aufgefallen ist, der fragt sich natürlich was sich darin befindet, was das denn alles ist bzw. ob man das noch braucht oder evtl. löschen kann.

Gerade wenn die Partition C:\ voll läuft und kaum mehr Platz da ist, fragt man sich warum dieser Ordner denn so groß ist.


Der Ordner enthält frühere Update-Dateien, also Installationspakete wie ein Service-Pack; diese bleiben erst einmal auf dem PC liegen (um etwa wieder deinstalliert werden zu können). Diese nicht mehr zwingend benötigten Daten können aber auch bereinigt werden!

Am besten/einfachsten nutzt man dazu die Datenträgerbereinigung.

Siehe auch



Was ist das AEG-Prinzip? - a.e.g.

Was versteht man unter dem AEG-Prinzip (a.e.g.)?

Im IT/EDV-Bereich beschreibt dieser Ausdruck ein simples Lösungsprinzip bei teils unerklärlichen Problemen, denn der Begriff bzw. die Abkürzung steht schlicht für "ausschalten, einschalten, geht".

Vieles lässt sich nämlich ganz einfach durch einen Reboot (Neustart) des Gerätes beheben, damit Betriebssystem/Firmware und Software frisch sind und wieder fehlerfrei laufen.
Das wirkt oft Wunder, vor allem auch bei Smartphones (Akku raus). ;)


Firmenkontakte/E-Mails fehlen auf iPhone oder iPad? - mögliche Ursachen

Ihnen fehlen Firmenkontakte auf Ihrem geschäftlichen iPhone oder iPad?
Und/oder es kommen keine E-Mails mehr?

Im Folgenden sind mögliche Ursachen aufgelistet, quasi als "Checkliste":

  • ActiveSync (Abgleich/Synchronisation mit Firma (z.B. Exchange)):
    • Wurde das Passwort geändert (Windows/Citrix)?
      • Kommt eine Meldung mit „fehlgeschlagen“?
      • Dann unter Einstellungen > „E-Mail, Kontakte“ > „Firma XY“ das Kennwort aktualisieren!
    • Hat das Handy überhaupt ein Datennetz/WLAN?
    • Ansonsten das Smartphone-Handy/Tablet mal aus- und anschalten. (AEG)
      • (Termine, iPad; "Bug")
  • Ist unter „Mail“ in den Gruppen (links oben) „Firma XY“ angehakt?
  • Ist unter Einstellungen > „E-Mail, Kontakte“ > „Firma XY“ die Synchronisation aktiviert?
    • Welche Zeiträume sind hier eingestellt? (falls nur alte Kontakte/Mails fehlen)


Samstag, 10. Mai 2014

Günstige Anbieter für .de-Domains

Eine .de-Domain kostet üblicherweise ca. 10-12 € pro Jahr, vgl. z.B. STRATO.

Doch es geht auch günstiger (auch werbefrei), mit den folgenden Anbietern z.B.:

Siehe auch

Montag, 5. Mai 2014

Antivirensoftware schlägt immer weniger oft an

Laut Symantec gehört Antivirensoftware immer mehr der Vergangenheit an, heutige Angriffe auf PCs können von jener wohl nur noch zu ca. 45% erkannt werden.
Dann ist das also der Grund warum "AntiVir" so gut wie nie anschlägt, obwohl sich definitiv und offensichtlich Schadsoftware auf dem PC befindet. ;) Komischerweise findet Kaspersky & Co. dafür dann aber meist den Übeltäter. ;)

Da fragt man sich doch, von wo die "Zeitschriften" und Institute die Viren für Ihre Tests herbekommen, die dann erkannt werden (müssen). ;)

P.S.: Ganz krass ist das Versagen bei - sogar offensichtlicher/eindeutiger - Malware, siehe "Viren-Heuristik ausgetrickst"!


Sonntag, 4. Mai 2014

SQL- bzw. Datenbank-Hosting

Eine SQL-Datenbank ist heute eigentlich bei jedem Webhosting mit dabei, es gibt aber auch spezielle SQL- bzw. Datenbank-Hosting-Angebote.


Freitag, 2. Mai 2014

Zwei-Faktor-Authentifizierung bzw. Benachrichtigung per SMS

Wer sich für seine Website oder App eine Zwei-Faktor-Authentifizierung per SMS einrichten möchte um die Sicherheit zu erhöhen, oder wer sich in Problemfällen per SMS benachrichtigen lassen möchte, der kann auf folgende Dienste zurückgreifen:


SMB vs. CIFS

SMB und CIFS sind im Prinzip das selbe, denn CIFS ist aber der "erweiterte Dialekt" von SMB.

Samba (Linux) nutzt das SMB-Protokoll, jedoch ist der Einsatz von CIFS empfehlenswert.

In Dolphin oder Konqueror (KDE) wird auf eine Windows-Freigabe z.B. mit smb://user@192.168.1.9/share zugegriffen; die Performance lässt hier aber zu wünschen übrig (und kann das Netz belasten). CIFS scheint da besser zu sein.

Windows-Freigaben können unter Linux auch fest als Verzeichnis eingebunden werden:

mount -t cifs -o user=Benutzername Benutzername@//192.168.1.9/Freigabe Verzeichnisname

Somit kann man dann z.B. auch mit (G)rsync seine Daten mit max. Geschwindigkeit sichern (vgl. RichCopy (Robocopy/xcopy)).

Links:


Webhosting - mit viel Speicherplatz (Webspace)

Beim Webhosting gibt es teils große Unterschiede, denn manche Anbieter haben nur wenig Speicherplatz (Webspace) im Angebot. Dabei haben sich die Zeiten doch geändert, und "Speicherplatz ist günstig" (außer man nutzt SSD).

So bekam man bei STRATO mit dem Paket "BasicWeb XL" für 3,99 € im Monat einst z.B. "nur" 1 GB Speicherplatz (was vor ein paar Jahren noch viel war), aktuell bekommt man aber sogar schon mit dem Einsteigerpaket "PowerWebStarter" für nur 2,99 € ganze 15 GB Webspace.

Schon vor Jahren boten manche Anbieter auch kostenloses Webhosting, sogar ohne Werbefinanzierung; etwa Byethost, Awardspace oder Freehostia - heute noch mit ganzen 250 MB Speicherplatz. ;)

Im Folgenden eine kleine Sammlung an "alternativen" Webhosting-Anbietern.

Kostenlos


Anbieter Speicherplatz Datenverkehr Preis/Monat
BlueAngelHost 500 MB 100 GBit/s kostenlos
Ohost 5 GB unbegrenzt kostenlos
Square7 7 GB unbegrenzt kostenlos
Free Hosting 10 GB 250 GB kostenlos
kilu 10 GB unbegrenzt kostenlos
CwCity unbegrenzt unbegrenztkostenlos
lima-city unbegrenzt unbegrenzt kostenlos
Stand: 2014-05-02

Mit diversen Zahlungsmöglichkeiten


Anbieter Speicherplatz Datenverkehr Preis/Monat
1blu 150 GB inklusive 11,90 €
1&1 unbegrenzt inklusive 9,99 €
DreamHost unbegrenzt inklusive $8,95 Dollar
Arvixe unbegrenzt inklusive 4,00 € mgl.
Certified Hosting unbegrenzt inklusive $3,95 Dollar
ServageOne unbegrenzt inklusive $3,95 Dollar
BlueAngelHost unbegrenzt inklusive $3,75 Dollar
Host-Unlimited 100 MB |
unbegrenzt
inklusive |
inklusive
3,00 € |
7,00 €
GoDaddy 100 GB |
unbegrenzt
inklusive |
inklusive
2,75 € |
3,49 €
OVH 100 GB inklusive 2,49 €
Stand: 2014-05-02

... und es gibt noch viele mehr, siehe z.B. Webhostlist (gefiltert) oder HOSTtest.

Siehe auch


Noch aufzunehmen



Alternative DNS-Server - OpenDNS & Co.

Bei privaten DSL-Anschlüssen sind DNS-Server am Router meist vom Provider vorgegeben.

Von PCs aus kann man aber statt der Routeradresse auch alternative DNS-Server nutzen, etwa von OpenDNS. Bei manchen Routern kann man die DNS-Server auch gleich direkt ändern (bzw. je nach Einstellung).

Beispiel

  • PC bekommt über DHCP die DNS-Server-IP 192.168.1.1 (Router)
  • Router bekommt seine DNS-Server-IPs vom Provider, z.B. 195.50.140.118 (Arcor/Vodafone)

Durch das Ändern dieser IP(s) am PC, kann man die Hostnamen im Internet z.B. über OpenDNS auflösen lassen und hat damit mehr Kontrolle/Sicherheit darüber woher angefragte Daten kommen, vgl. Angriffe auf Router.(1, 2)

Kontrollieren kann man die verwendete IP mit dem folgenden Befehl:

nslookup www.google.de
ipconfig /all (Windows)

Die Erreichbarkeit einer öffentlichen DNS-Server-IP kann man übrigens so testen:

nslookup www.google.de 195.50.140.118

OpenDNS bietet dabei einige Vorteile, siehe Wikipedia; so z.B. auch ein "FamilyShield" (umgehbar durch IPs).

Es gibt aber noch andere Alternativen, so z.B. OpenNIC, oder auch von Google mit "Google Public DNS" (öffentliche Nameserver).(?)

Donnerstag, 1. Mai 2014

Öffentliche Cloud-Speicher (Public Cloud Storage) im Vergleich

Cloud-Speicher (Cloud Storage) gibt es mittlerweile wie Sand am mehr, dabei handelt es sich aber zumeist um private Cloud-Speicher (Private Cloud Storage), also Onlinespeicherplatz vorrangig für einen selbst.

Beispiele hierfür sind Dropbox, Microsoft OneDrive (ehem. SkyDrive), Apple iCloud, Google Drive, Amazon Cloud Drive, auch STRATO HiDrive, SugarSync und Wuala.

Wer aber mit einem öffentlichen Cloud-Speicher (Public Cloud Storage) nach einem Webserver-Ersatz für statische Inhalte sucht (kein PHP möglich), der kann einen der folgenden Dienste nutzen.

Gemeinsam ist den öffentlichen Cloud-Speichern, dass der Datenverkehr (Traffic) nicht inklusive ist, sondern bezahlt werden muss:

Vergleich


Cloud-Speicher Preis pro GB (Speicherplatz) Preis pro GB (Übertragung)
Amazon S3 $0,03 US-Dollar $0,12 US-Dollar
Google Cloud Storage $0,026 US-Dollar $0,12 US-Dollar
Rackspace Cloud Files  0,07 EUR  0,08 EUR
OVH Public Cloud Storage  0,087 EUR  0,011 EUR
Stand: 2014-05-01

OVH hat hier den Vorteil, dass die Kosten für die Datenübertragung sehr viel geringer ist, zudem scheinen keine weiteren Kosten hinzuzukommen (vgl. unten); Google und Amazon haben ihren Preisvorteil dagegen dann, wenn Daten einfach nur gespeichert/archiviert und kaum abgerufen werden.

Nachteile von öffentlichen Cloud-Speichern gegenüber herkömmlichem Webhosting bzw. Webservern:
  • keine dynamischen Inhalte möglich (kein PHP/SQL, jedoch HTML, CSS, JS und natürlich Dateien wie Bilder und Videos)
  • bei hohem Traffic kann es unvorhergesehen teuer werden
  • bei vielen kleinen Dateien können zusätzlich Kosten für Anforderungen ins Gewicht fallen (PUT, COPY, GET, POST, LIST, DELETE)
  • gerade bei hohen Datenmengen verbunden mit merklichem Datenverkehr haben virtuelle Server oder ein Webhosting ihre Vorzüge; für die Datenübertragung muss man da nämlich nicht zusätzlich zahlen, und der Speicherplatz kostet teils ähnlich oder gar weniger (bei vServer grob 0,03 € pro GB)

Siehe auch